F2: Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen (59)

Aussagenkombination

Bei der 17-jährigen Patientin Frau M. sind seit dem 15, Lebensjahr Verhaltensauffälligkeiten beschrieben wie Grimassieren, läppisch albernes Verhalten, z.T. sinnlose Handlungen, Konzentrationsstörungen. Affektstörungen und formale
Denkstörungen. Es wurde daraufhin eine neuroleptische Behandlung eingeleitet Zu ihrer Problematik berichtet die Patientin jetzt, seit dem dritten Lebensjahr wolle sie lieber ein Junge sein als ein Mädchen, insbesondere seit der Pubertät habe sie massive Probleme mit der Übernahme der weiblichen Rolle. Sie habe diese Schwierigkeiten jedoch über Jahre verborgen, erst vor wenigen Wochen dem Hausarzt offenbart.

Welche der folgenden Aussagen trifft (treffen) hinsichtlich differentialdiagnostischer Überlegungen, Therapieplanung und Prognose zu?

  1. Ein Teil der Symptomatik lässt sich als hebephrene Symptomatik interpretieren.

  2. Es liegt möglicherweise eine schwere Störung der Identitätsentwicklung vor.

  3. Bei der Patientin kommt diagnostisch ein Transsexualismus in Betracht.

  4. Zur Behebung der Symptomatik kommt jetzt in erster Linie eine operative Geschlechtsumwandlung in Betracht.

  5. Die Prognose hinsichtlich des weiteren Verlaufs erscheint unsicher.