Therapie, Rechtliches, Suizid (35)

Mehrfachauswahlaufgabe

Herr T. ein 19-jähriger intellektuell leistungsfähiger Abiturient, leidet seit ca. sechs Jahren an exzessivem Händewaschen, seinerzeit ausgelöst durch eine Bandwurmerkrankung der Großmutter. Die Symptomatik (Händewaschen) wird ausgelöst durch Beschmutzungsbefürchtungen, die zum Teil phobischen Charakter tragen. Im Vordergrund steht dabei die Befürchtung, andere könnten mit schmutzigen und giftigen Substanzen nicht so umgehen, dass eine Kontamination ausgeschlossen ist. Zur Erhaltung der “Sauberkeit” in der Wohnung dienen täglich durchgeführte Rituals, in die auf Drängen von Herrn T. zum Teil auch dessen Eltern eingespannt sind.

Im Rahmen der Diagnostik kommen hier in Betracht:

  1. )  Polysomnographie (elektronische Erfassung, Speicherung, Vor- und Nachbearbeitung biometrischer Signale während des Schlafens)

  2. )  Erhebung der biographischen Anamnese unter tiefenpsychologischen Aspekts

  3. )  Verhaltensdiagnostik auf der Basis systematischer Verhaltensanalyse

  4. )  Verwendung eines Fremdbeurteilungsverfahrens

  5. )  Regelmäßige mikrobiologische Untersuchungen der Hände (Abklatsch-Untersuchung)